36. Begegnung im Blumenthal: Ermanna Marcon

Liebe Heimat- und Geschichtsfreunde,

 

der Heimat- und Geschichtsverein Beckum lädt Sie und Ihre Freunde zu Mittwoch, den 30. September 2026 um 20.00 Uhr ins Dormitorium des ehem. Klosters Maria Blumenthal (Südstraße 21) zur nächsten Begegnung im Blumenthal ein:

 

„Beckum ist immer in meinem Herzen“

– ein Wiedersehen mit Ermanna Marcon

 

In dieser Reihe, die seit nunmehr 17 Jahren vom Heimat- und Geschichtsverein Beckum veranstaltet wird, erzählen Menschen, die in Beckum gelebt und gearbeitet haben, aus ihrem Leben und ihrem Alltag. In der 36. Begegnung im Blumenthal blickt Ermanna Marcon im Gespräch mit Alfred Mense, Redakteur der Tageszeitung „Die Glocke“, auf ihre Kindheit und Jugend in Refrontolo, einem Bergdorf in Venetien, auf erste Arbeitseinsätze in italienischen Eiscafés in Deutschland Ende der 1950er-Jahre und auf mehr als fünf Jahrzehnte in Beckum zurück.

 

Immer ein Lächeln im Gesicht, immer ein freundliches Wort und fleißig bis zum späten Abend bis ins hohe Alter: Ermanna Marcon ist und bleibt vielen Beckumern als „gute Seele“ des Eiscafés San Marco in Erinnerung. Mit ihrem Mann Oster gehörte Sie 1967 wohl zu den ersten ausländischen Mitbürgern, die in Beckum den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt haben. Auch wenn die 85-Jährige nun wieder in Ihrer Heimatregion lebt, hat Sie „Beckum immer im Herzen“, wie Sie betont.

Der Lebensweg von Ermanna Marcon war nicht frei von Herausforderungen: Im Alter von acht Jahren starb ihr Vater. Der Entschluss, nach Deutschland zu gehen und während der Saison in Eiscafés zu arbeiten, war nicht der jugendlichen Abenteuerlust geschuldet, sondern wirtschaftliche Notwendigkeit. Wie war es, als Jugendliche und junge Frau aus Italien in den 1950er- und 1960er-Jahren in Deutschland zu arbeiten? Und mit welchem Rezept ist es gelungen, so erfolgreich ein Geschäft in der neuen Heimat aufzubauen?

Antworten auf diese Frage und viele weitere gibt Ermanna Marcon in wenigen Tagen im Blumenthal.

Der Eintritt ist wie immer frei.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

Stefan Wittenbrink