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Heimat- und Geschichtsverein
für Beckum und die Beckumer Berge e.V.

   
 

Chronik: 2009

 

15.08.2009:  Einweihung des Dormitoriums des ehemaligen Klosters "Maria Blumenthal"

 

Zwei Jahre nach Unterzeichnung des Kaufvertrags konnte das renovierte Dormitorium im Rahmen einer kleinen Feierstunde eingeweiht werden. Möglich wurde die Renovierung erst durch die private Initiative des Beckumer Bürgers, Stefan Wittenbrink, der das Gebäude am 15.08.2007 erwarb, und der Großzügigkeit vieler Förderer und Spender. Zu der Feierstunde in der Schalterhalle der Sparkasse Beckum-Wadersloh  konnten die Repräsentanten der Hauptförderer begrüßt werden;

 

 

Frau Prof. Dr. Barbara Schock-Werner

- Dombaumeisterin am Kölner Dom -

als Vertreterin der Nord-Westfalen-Stiftung

 

 Herr Dr. Karl-Uwe Strothmann

- Bürgermeister der Stadt Beckum -

 

 

 Herr Wilhelm Holtrup

- Vorsitzender des Vorstands der Sparkasse Beckum-Wadersloh -

 

 

Frau Dorothee Feller-Elverfeld

- Regierungsvizepräsidentin der Bezirksregierung Münster -

 

 

Frau Dr. Barbara Rüschhoff-Thale

- Kulturdezernentin des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe -

 

Ihnen galt der Dank aller beteiligten Vereine für die Unterstützung bei der Renovierung des Dormitoriums. Gedankt wurde auch all den Spendern, die bei der Feierstunde nicht vertreten waren, wie der Volksbank Beckum und all den namentlich  nicht genannten Spendern aus der Bevölkerung, der Industrie, dem Handwerk und anderen Einrichtungen. 

Ein weiteres Dankeschön galt den Handwerkern, die nahezu bis zur letzten Minute Hand angelegt hatten, und so zum Gelingen der feierlichen Einweihung beitrugen.

Ein besonderer Dank galt allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz eine wichtige und zuverlässige Stütze bei dem "Unternehmen Renovierung Dormitorium" waren.

Bevor nun die Festgemeinde sich mit Herrn Propst Johannes Mecking der Propsteigemeinde St. Stephanus und St. Sebastian, Beckum und Herrn Pfarrer Karsten Dittmann von der Evangelischen Kirchengemeinde. Beckum zur feierlichen Einweihung auf dem Weg zum Dormitorium begab, trug das Vorstandsmitglied des Heimat- und Geschichtsvereins Beckum, Herr Hugo Schürbüscher, ein von ihm verfasstes Gedicht vor.

 

 

Maria Blumenthal - Ein Kloster in Beckum

 

In Gottes Namen - Amen

 

 

So begann vor 563 Jahren

die Chronik vom Kloster Blumenthal

heute fortgeführt mit diesem Ritual.

Fast alle Gebäude brannten aus

Überschwemmung - man wurd ausgeraubt.

Unterstützung und durch Arbeitskraft

Neuanfang - mit Gottes Hilfe wurd´s geschafft.

 

Als Hermann Volkers etwas für sein Seelenheil tat,

stiftet er ein Kloster auf der Hovesaat.

1446 - weit vor den Toren der Stadt -

wo der Fürstbischof Mühle und Gutshof hat.

Der Wiederaufbau war sehr schwer

zum alten Glanz - da kam´s nicht mehr.

Und das Ende drohte schon

mit der Säkularisation

 

Zunächst Marienborn genannt

- in Valle Florum   Blumenthal umbenannt -

wurd´s in die Stadt verlegt.

Haupthaus, Brauhaus, die Kapelle,

Friedhof, die Gesamtparzelle,

Verkauft, zerstört, Gebet verstummt,

übrig blieb das - Dormitorium -.

 

Von Mauern nun umhegt,

geschützt vor Krieg und mancher Fehde,

lebt man nach der - Augustinusregel -.

200 Jahre fremd genutzt,

es bröckelte - nicht nur der Putz -

Schmiede, Stallung, Schreinerei,

manche Wohnung, Schulmeisterei.

 

Mit Arbeit - Fleiß - Genügsamkeit -.

Oberin Dedinchem´s Tüchtigkeit

und mancher Stiftung seinerzeit,

schafft man mit Beharrlichkeit:

Lange im Verfallszustand

wurd´s spät als Denkmal erst erkannt.

 

Ein Kloster mit Kirche und Krankenhaus.

Die Anlage strahlt Bedeutung aus

Maria Blumenthal war imposant

und nicht mehr von ganz nieder´m Stand.

Hat so die Zeiten überdauert

bis es heute - wurd´s erneuert -,

Dank verschied´ner guter Geister

und auch tücht´ger Handwerksmeister.

 

Gut situiert - so gründet man

Maria Rose in Ahlen - als Tochter dann.

Dormitorium - Maria Blumenthal

rund 550 Jahre alt,

 

Doch nach guten kamen schlechte Zeiten

von dreißig Jahren Krieg begleitet.

Zuvor die Reformation

von Magistrat manch ein Affront.

Heute wird es eingeweiht,

Geschichte bewahrend - für alle Zeit -.

 

Ein Großbrand zerstört die halbe Stadt

1655 - noch mal Glück gehabt -.

Doch zwei Jahre später dann

ganz schlimm es für das Kloster kam.

 

 

 

In Gottes Namen - Amen

 

 

Nach der feierlichen Einweihung wurde die Gelegenheit zur  Besichtigung des Dormitorium wahrgenommen

 

Presseartikel: Die Glocke vom 17.08.2009 (Teil 1, Teil 2)

 

Anlässlich der Einweihung hat der Heimat- und Geschichtsverein Beckum eine Medaille herausgegeben. So ist diese Medaille erhältlich.

 

 

 

 

 
 

 
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