Chronik: 2009
15.08.2009:
Einweihung des Dormitoriums des ehemaligen Klosters "Maria Blumenthal"
Zwei Jahre nach
Unterzeichnung des Kaufvertrags konnte das renovierte Dormitorium im Rahmen
einer kleinen Feierstunde eingeweiht werden. Möglich wurde die Renovierung erst
durch die private Initiative des Beckumer Bürgers, Stefan Wittenbrink, der das
Gebäude am 15.08.2007 erwarb, und der Großzügigkeit vieler Förderer und Spender.
Zu der Feierstunde in der Schalterhalle der Sparkasse Beckum-Wadersloh konnten
die Repräsentanten der Hauptförderer begrüßt werden;
Ihnen galt der Dank aller beteiligten
Vereine für die Unterstützung bei der Renovierung des Dormitoriums. Gedankt
wurde auch all den Spendern, die bei der Feierstunde nicht vertreten waren, wie
der Volksbank Beckum und all den
namentlich nicht genannten Spendern aus der Bevölkerung, der Industrie, dem
Handwerk und anderen Einrichtungen.
Ein weiteres Dankeschön galt den
Handwerkern, die nahezu bis zur letzten Minute Hand angelegt hatten, und so zum
Gelingen der feierlichen Einweihung beitrugen.
Ein besonderer Dank galt allen
ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz eine
wichtige und zuverlässige Stütze bei dem "Unternehmen Renovierung Dormitorium"
waren.
Bevor nun die Festgemeinde sich mit
Herrn Propst Johannes Mecking der
Propsteigemeinde St. Stephanus und St. Sebastian, Beckum und Herrn Pfarrer
Karsten Dittmann von der
Evangelischen Kirchengemeinde. Beckum zur feierlichen Einweihung auf dem Weg
zum Dormitorium begab, trug das Vorstandsmitglied des Heimat- und
Geschichtsvereins Beckum, Herr Hugo Schürbüscher, ein von ihm verfasstes Gedicht
vor.
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Maria Blumenthal - Ein Kloster in
Beckum
In Gottes Namen - Amen
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So begann vor 563 Jahren
die Chronik vom Kloster Blumenthal
heute fortgeführt mit diesem Ritual. |
Fast alle Gebäude brannten aus
Überschwemmung - man wurd ausgeraubt.
Unterstützung und durch Arbeitskraft
Neuanfang - mit Gottes Hilfe wurd´s
geschafft. |
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Als Hermann Volkers etwas für sein
Seelenheil tat,
stiftet er ein
Kloster auf der Hovesaat.
1446 - weit vor den Toren der Stadt -
wo der Fürstbischof Mühle und Gutshof hat. |
Der Wiederaufbau war sehr schwer
zum alten Glanz - da kam´s nicht mehr.
Und das Ende drohte schon
mit der Säkularisation |
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Zunächst Marienborn genannt
- in Valle Florum Blumenthal
umbenannt -
wurd´s in die Stadt verlegt. |
Haupthaus, Brauhaus, die Kapelle,
Friedhof, die Gesamtparzelle,
Verkauft, zerstört, Gebet verstummt,
übrig blieb das - Dormitorium -. |
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Von Mauern nun umhegt,
geschützt vor Krieg und mancher Fehde,
lebt man nach der - Augustinusregel -. |
200 Jahre fremd genutzt,
es bröckelte - nicht nur der Putz -
Schmiede, Stallung, Schreinerei,
manche Wohnung, Schulmeisterei. |
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Mit Arbeit - Fleiß - Genügsamkeit -.
Oberin Dedinchem´s Tüchtigkeit
und mancher Stiftung seinerzeit,
schafft man mit Beharrlichkeit: |
Lange im Verfallszustand
wurd´s spät als Denkmal erst erkannt. |
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Ein Kloster mit Kirche und Krankenhaus.
Die Anlage strahlt Bedeutung aus
Maria Blumenthal war imposant
und nicht mehr von ganz nieder´m Stand. |
Hat so die Zeiten überdauert
bis es heute - wurd´s erneuert -,
Dank verschied´ner guter Geister
und auch tücht´ger Handwerksmeister. |
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Gut situiert - so gründet man
Maria Rose in Ahlen - als Tochter dann. |
Dormitorium - Maria Blumenthal
rund 550 Jahre alt, |
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Doch nach guten kamen schlechte Zeiten
von dreißig Jahren Krieg begleitet.
Zuvor die Reformation
von Magistrat manch ein Affront. |
Heute wird es eingeweiht,
Geschichte bewahrend - für alle Zeit -. |
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Ein Großbrand zerstört die halbe Stadt
1655 - noch mal Glück gehabt -.
Doch zwei Jahre später dann
ganz schlimm es für das Kloster kam. |
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In Gottes Namen - Amen
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Nach der feierlichen Einweihung wurde
die Gelegenheit zur Besichtigung des Dormitorium wahrgenommen
Presseartikel: Die Glocke vom
17.08.2009 (Teil
1,
Teil 2)
Anlässlich der Einweihung hat der
Heimat- und Geschichtsverein Beckum eine Medaille herausgegeben.
So ist diese Medaille
erhältlich.
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