Köttings
Mühle:
ursprünglich als Westmühle bezeichnet
Erstmalige urkundliche
Erwähnung 1385 zur Ver-pachtung der Mühle. Der Bischof von Münster verpachtet die Mühle
an die Stadt Beckum. Die Mühle ist jedoch bedeutend älter.
Der Historiker Niesert beschreibt die Stadt
Beckum in punkto Mühlenwesen:
Zwischen der Ost und Nordpforte kommt die sich mit der Seikenneck
verbundenen Collmerkbeck an die Stadt, und umfließen sie nach der
Ost-pforten, wo sie an der Stadt fließt war ehedem eine kleine Mühle,
und eine große Wiese, welche platz oder Lütkemühl genannt wird, diese
konnte durch die Schleusen der
Mühle unter Wasser gesetzt werden, wenn der Flus eben das Osttor
vorbey, so erhält er Zuwachs durch den 3. Bach, und wird wese
genannt, man nent auch die Colmarsbeck, wohl wesebeck, wenn er um
die südliche Seite der Stadt umflossen, so treibt ereine
Fallwassermühle mit zwy Geländer, welche Südmühle genannt wird,
hierauf verschlingt er den 4. Bach, und treibt eben vors westthor
wieder eine fallwassermühl mit zwey geländer westmühl genennt, dan
vermehrt ihm die 5. Ratbeck.
Unter Geländer versteht man
2 Mahlkästen, oder Gänge.
Die Westmühle liegt an der
Bundesstraße 61 und wurde 1880 mit den 2 anderen Wassermühlen für
27000.-- Mark von der Stadt Beckum an den Müller Franz Kötting
verkauft. Die Süd- und Wersemühle wurden 1882 von Kötting verkauft
und die Mühle auf Turbinenbetrieb umgestellt. 1885 auf Dampf-betrieb
umgerüstet.
Wassermangel legte vorher
den Mühlenbetrieb oft still.
Köttings hielten bis vor
wenigen Jahren den Mühlenbetrieb aufrecht und verpachteten aus Nachfolge-gründen die Mühle
Verschiedenste Müllernamen
sind überliefert.
Am 12.05.2010 wurde im Rahmen einer kleine
Feierstunde in den Räumlichkeiten der ehemaligen Mühle das
"Beckumer
Zementmuseum" eröffnet.
Das Museum kann in den Sommermonaten besichtigt werden.
Näheres erfahren Sie
hier.
|