Johannes von
Nepomuk:

Das Nepomukdenkmal,
in der Werse an der Elisabethstraße, wurde von dem Vellerner Bildhauer
Heinrich Gerhard Bücker geschaffen und am 16. Mai 1987 eingeweiht.
Johannes Nepomuk wurde 1350 in Böhmen geboren.
Er studierte in Prag und war einer der berühmtesten Priester und Prediger
seiner Zeit.
Er starb im Jahr 1393
Überlieferung:
König Wenzel der ein streitsüchtiger und launischer Herrscher war,
herrschte im Lande. Die Leute kamen von überall her um den Prediger
Johannes Nepomuk zu hören. Deswegen interessierte sich auch der König
zunächst sehr für ihn. Doch dann fiel Johannes Nepomuk in Ungnade. Die
Legende erzählt, wie es dazu kam.
Eines Tages ging die Königin in den Dom, um bei Johannes
Nepomuk zu beichten. Als der König das hörte, ließ er Johannes kommen und
sprach: "Erzähle mir auf der Stelle, was meine Frau dir gebeichtet
hat!" Johannes erwiderte: "Nie und nimmer soll ein Wort davon
über meine Lippen kommen. Ich darf und werde das Beichtgeheimnis nicht
verletzen." König Wenzel antwortete: "Ich allein bin der Herr von
Prag, und du hast mir zu gehorchen. Also, auf der Stelle, erzähle!"
Johannes Nepomuk legte seinen rechten Zeigefinger auf seine Lippen und
schwieg. Da ließ König Wenzel ihn foltern, aber Nepomuk blieb standhaft.
Schließlich schleppte man Nepomuk auf die Moldaubrücke und ließ ihn in den
Fluß werfen. So starb er mutig und unerschrocken in Prag als Märtyrer.
Fromme Leute holten den Leichnam, über dem in der Nacht ein Licht
leuchtete, aus dem Wasser und begruben ihn.
Johannes' Leichnam wurde im Veitsdom in Prag bestattet und
schon bald als Märtyrer verehrt; 1719 fand man bei der Öffnung des Grabes
Gebeine und Zunge unversehrt. Sein Denkmal auf der Prager Karlsbrücke, das
1693 errichtet wurde, machte ihn zu einem der wichtigsten Brückenheiligen.
Johannes wurde 1729 von Papst Benedikt XIII. heilig
gesprochen.
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